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Die Tokioter Staatsanwaltschaft untersucht den Fall des Unternehmens Clearce, das Investoren mit einer vermeintlich soliden Rendite von rund 10 % jährlich auf Server-Investitionen lockte. Tatsächlich handelte es sich um ein klassisches Ponzi-Schema: Neue Einzahlungen finanzierten die Renditeversprechen an Altinvestoren, während keine reale Wertschöpfung stattfand. Rund 5.000 Geschädigte verloren insgesamt etwa 25 Milliarden Yen.
Das Besondere an diesem Fall liegt im Verpackungskonzept: IT-Infrastruktur – in diesem Fall physische Server – genießt in Japan ein hohes Vertrauen als „greifbare“ und „seriöse“ Investitionsform. Die Täter nutzten gezielt dieses Vertrauen aus, indem sie eine Sprache verwendeten, die nach technischer Seriosität klang: Rechenkapazität, Cloud-Infrastruktur, digitale Wertschöpfung. Für die Opfer war die Idee, in reale Hardware zu investieren, psychologisch überzeugend – eine Falle, die genau auf diese Zielgruppe zugeschnitten war.
Präsentation realer Server und scheinbar prüfbarer Infrastruktur
10% p.a. – plausibel genug, um Skepsis zu umgehen
Neue Einlagen finanzieren Altinvestoren – kein realer Ertrag
5.000 Geschädigte, 25 Mrd. Yen Schaden, Ermittlungen